Besuch bei St. Joseph Polytechnical School in Mbuba

Fokus der Berufsbildung: Häuserbau, Schreinerei, Landwirtschaft
Schulleiter:Pater Jeremias
Unterricht:Internat, Geschlechter gemischt, offen für alle Konfessionen
Schulkosten:1.4 Mio. Tansania-Schilling (ca. CHF 500.-) pro Kind/Jahr
Schulabschluss:Ordinary Level
Sponsoring:Das Burkard Huwiler Werk hat Mobiliar mitfinanziert
Beim Besuch sind nur ca. 50 Kinder anwesend, welche neu starten. Alle älteren Jugendlichen starten erst in einer Woche. Total besuchen ca. 480 Kinder und Jugendliche diese Schule. Mädchen und Knaben werden gemischt unterrichtet. Es wird auch konfessionsübergreifend unterrichtet: Das heisst, dass der Religionsunterricht für Katholiken von einem katholischen Priester gestaltet wird, jedoch zum Beispiel die Muslime einen eigenen, muslimischen Religionslehrer haben.
Die Kinder bleiben während dem ganzen Semester durchgehend auf dem Schulareal, da der Weg nach Hause zu weit ist. Darum wohnen die Mädchen im Haus links, die Lehrer im mittleren Haus und die Knaben im rechten Haus. Am Wochenende werden auch Freizeitaktivitäten angeboten.
Die ersten 2 Semester haben vor allem den Schwerpunkt Englischlernen. Danach entscheiden sich die Jugendlichen für die Berufsrichtung Maurer:in, Schreiner:in oder Landwirt:in. Diese berufsspezifische Ausbildung dauert weitere 6 Semester.
Diese Schule wird mit dem Ordinary Level abgeschlossen. Die staatlichen Vorgaben bei den Abschlusstest werden übernommen.
Auf dem Gelände wachsen Bananen (Koch- und normale Bananen), Mais, Timba-Bäume (Holzgewinnung für Hausbau, Schreinerei), Elefantengras (gut als Futter für Kühe) usw.. Es gibt auch einen Garten mit Gemüse und diverse Bauernhoftiere. Restholz wird fürs Kochen gebraucht. Jedoch ist es ab Februar verboten mit Holz für mehr als 100 Personen zu kochen. Es ist noch keine Lösung dieses Problems in Sicht. Wenn immer möglich, versucht sich die Schule selber mit den angebauten Lebensmitteln zu versorgen.
Aktuell sind noch 2 Schulzimmer im Bau, welche bis Februar fertig sein sollten. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist gross, weil viele Familien gemerkt haben, dass eine gute berufliche Bildung sehr positiv ist.
BHW Editorial